Parting gifts

If only I had known

that this was our last night

I would have dug my nails deeper

and kissed you more passionate

scratched your back harder

and run my fingers over your skin more intense

I would have let you feel this devotion

and plunged my teeth in your neck deeper

sighed your name purer

so that you would never forget this sound

and that it would repeat in your head like music

If only I had known that this was our last night

I would have left my marks

As parting gifts

For you to return to

In regret

When you try to find me in another girl

That would never love you in this way

so passionate and intense

Like I did

Hard limits

I have read loads of poems

and books

in order to get some inspiration

poems that are consumed by lovely words

speaking about the very first love

and being so tremendously delighted

but how can it be

that I always ask myself

why I cannot write about these things

and why it is even harder for me to read it

my mind might be stubborn I guess

or maybe I am not ready for this

but then I remember

that I have experienced nothing else but abusive and toxic love

with nights full of tears and sorrow

and the worst heartbreak

so how could I write about something

or even endure writing something

that I don’t know so far

Black lives matter

Nach mehr als drei Monaten wird erstmals in den Medien nicht primär die Corona Pandemie thematisiert, sondern ein Problem, mit dem sich ein jeder von uns schon einmal konfrontieren musste – nämlich dem Rassismus. Der entscheidende Unterschied? Eine Pandemie, ein Virus, eine Krankheit – das kann vorübergehen, dagegen gibt es Medizin. Aber Rassismus? Eine Medizin dagegen? Vielleicht Menschlichkeit, aber daran mangelt es in dieser Gesellschaft an so vielen Ecken und Kanten. Rassismus ist permanent, nicht temporär. Eine aufreibende These, die zurzeit aufgestellt wird. Das Zauberwort heißt also: Selbsthilfe. Nicht im Sinne von “seinen eigenen Hintern zuerst retten”. Es geht hierbei um etwas ganz anderes. Als ein Individuum selbst angeregt werden, dieses Problem anzugehen, um für eine offene und weniger hierarchische Gesellschaft zu kämpfen. Denn die scheint es – im Hinblick auf die Geschehnisse in den Vereinigten Staaten – wohl noch immer zu geben.

In den Nachrichten und sozialen Netzwerken wie Instagram oder Twitter kursieren zurzeit Bilder von weltweiten Demonstrationen und Menschen, die von ihren Begegnungen mit Rassismus erzählen – nicht nur für sie selbst; sondern primär, um denjenigen eine Stimme zu schenken, die von dieser Gesellschaft noch immer nicht gehört werden. Die Minderheiten. Ein Wort, das uns in der Politik und Geschichte schon unzählige male begegnet ist. Die Definitionen von Mehrheit und Minderheit ist hart umstritten. Vielleicht fehlt der Mut? Weil es noch immer so erschreckend ist, dass es trotz der Demokratie und der Grundrechte wohl nach wie vor eine Art “Unterteilung” gibt? Die, die mehr zu sagen haben, mehr Chancen, mehr Privilegien oder eben die, die wenige/keine Chancen und nicht dieselben Privilegien erfahren, wie die “Mehrheit”? Schaut man sich die Situation gerade an, sind damit Menschen mit einer dunklen Hautfarbe gemeint. Im Englischen erstaunlicherweise einfach “blacks” oder “afro-americans”. In der deutschen Sprache hingegen tut man sich schwer. Worauf einigt man sich nun? Oder ich? Oder du? Think about it for a second.

Das Thema Rassismus wurde mit dem Vorfall in Minneapolis wieder unglaublich präsent, polarisierend. Der dunkelhäutige Amerikaner George Floyd wurde gewaltsam und bestialisch von einem weißen Polizist beinahe neun Minuten lang geknebelt, bis er schließlich durch mangelnde Luftversorgung im Gehirn nach der Einlieferung in ein Krankenhaus verstarb. Verstarb? Das klingt viel zu unschuldig. Um es noch einmal zu verinnerlichen; ein dunkelhäutiger Bürger wurde von einem hellhäutigen Polizisten auf eine so unmenschliche Art und Weise ermordet, dass damit eine globale Debatte über den Verbleib des Rassismus ausgelöst wurde.

Rassismus gibt es noch immer. Auch, wenn man es sich als Teil einer gebildeten Zivilisation vielleicht nicht eingestehen kann – doch es gibt ihn. Es wird unterbewusst differenziert, ob ein Mensch eine helle oder eine dunkle Hautfarbe hat. Das ist wohl das gefährlichste an der Menschheit. Gibt es einen winzigen Unterschied, der zwischen zwei Menschen steht, so entstehen furchtbar schnell Vorurteile. Dabei handelt es sich neben der Hautfarbe und der damit einhergehenden Herkunft eines Menschen auch um Religion oder Sexualität. Aspekte, die einen Menschen also ausmachen.

Wirft man einen Blick auf die Geschichte der Menschheit, so lässt sich klar erkennen, dass es dieses Prinzip schon immer gab. Es fing damit an, dass dunkelhäutige Menschen Ende des 19. Jahrhunderts in den USA als Sklaven auf Baumwollplantagen arbeiten mussten und ihnen alle Grundrechte genommen wurden. Die Würde des Menschen wurde übersehen. Auch in den folgenden Jahrzehnten änderte sich an diesem offensiven und systematischen Rassismus nichts. In dem Roman “To Kill a Mockingbird” von Harper Lee wird ein dunkelhäutiger Mann in den 30er Jahren beschuldet, eine hellhäutige Frau vergewaltigt zu haben. Der Alltag und die radikale Einstellung der Bürger gegenüber den dunkelhäutigen Menschen in ihrem Ort lässt erahnen, wie minimal die Chancen waren, dass ein dunkelhäutiger Angeklagte jemals gegen das Gericht ankommen könnte. Schuld daran? Das Mindset der Menschen. Die hellhäutigen Menschen haben gewonnen – nicht nur den Prozess, sondern auch das derzeitige Leben. Das wohl erschreckendste, das ich per Zufall herausgefunden habe, ist ein sogenannter “Human zoo” (zu deutsch ein “Menschlicher Zoo”). Was verbindet man mit dem Wort Zoo? Eine Attraktion, die die Menschen anzieht, indem verschiedenste Tierarten dort zur Schau gestellt werden. Das mag so simpel klingen. Kann man sich vorstellen, dass zwischen 1870 und 1940 “echte” Menschen dort zur Schau gestellt wurden, weil sie andere, den Leuten damals fremde, Nationen vertraten? Heute, im 21. Jahrhundert, ist dies unvorstellbar. Im Laufe der Jahre entwickelte sich zunehmend eine Gegenbewegung – Menschen, die sich allmählich trauten, gegen den Rassismus anzukämpfen. Den Höhepunkt stellte vermutlich niemand Geringeres als Martin Luther Kings Mitwirkung in dieser Bewegung dar. In seiner wohl bekanntesten Rede äußert er den dringenden Herzenswunsch, dass er miterleben darf, wie die nächsten Generation, seine Kinder, aber auch er selbst, dieselben Privilegien genießen können, wie die hellhäutigen Bürger der USA. Das Bewusstsein, dass es sich bei dem herrschenden Rassismus um ein ernsthaftes und schwerwiegendes Problem der Gegenwart handelt, schein also in den Köpfen vieler Menschen angekommen zu sein. Sklaverei war längst illegal – doch jetzt stellte das wohl größte Problem die Integrierung der dunkelhäutigen Bürger in den “weißen” Alltag dar. Es stellt sich als misslungen heraus. Dunkelhäutige Menschen wurden nach wie vor im Alltag konsequent ausgeschlossen – sei es nur der Fakt, dass dunkelhäutige Menschen einen eigenen Abteil in öffentlichen Verkehrsmitteln hatten und sie, wenn sie denn einen Platz ergattert haben, bei Bedarf einem hellhäutigen privilegierten diesen Platz überlassen mussten. Dazu kommt, dass dunkelhäutige Menschen nur ungern in Berufen begrüßt wurden, die zuvor nur von hellhäutigen ausgeübt wurden. Bei einem Bewerbungsverfahren wurden statistisch eher die hellhäutigen zu einem Gespräch geladen. Ein erschreckender und vielleicht unterbewusster Mechanismus des menschlichen Gedankengangs?

Nicht zu vergessen ist auch das politische System der Apartheid in Südafrika. Dieses Regime ermöglichte es rechtlich gesehen völlig legal und legitimiert, dunkelhäutige Menschen aus der Gesellschaft in allen Lebensbereichen auszuschließen. Dunkelhäutige Menschen mussten in eigenen Ortschaften leben, die “Häuser” eng an eng und dabei kaum Möglichkeiten, ein menschenwürdiges Leben zu führen. Separate Schulen, Krankenhäuser und sonstige öffentliche Einrichtungen. In den 90er Jahren wurde das System der apartheid abgeschafft. Ein wichtiger Name: natürlich Nelson Mandela.

Das Bildungssystem in Deutschland wird von anderen Ländern hoch angesehen. Es gibt meiner Ansicht nach so Vieles zu kritisieren – und zwar fundamental. Das Schulfach Geschichte ist das wohl mit bedeutendste Schulfach, das es gibt. Von Beginn der 5. Klasse an werden SchülerInnen über die Vergangenheit der Menschen aufgeklärt. Den Höhepunkt hat das ganze wohl in der Oberstufe, der Jahrgang 11, 12 und 13.

Laut dem deutschen Bildungsgesetz geht es bei der Schulzeit vor allem darum, die jungen Menschen zu gebildeten und mündigen Erwachsenen zu “erziehen”. Geschichte – ein Fach, in dem es um das Reflektieren geht. Aus meiner eigenen Erfahrung hervorgehend, kann ich das traurige Resultat ziehen, dass wir uns in diesem Fach gerade einmal eine Schulstunde (45 Minuten!!) mit dem Thema Imperialismus und Kolonialismus beschäftigt haben. Lediglich diese beiden Begriffe definiert und in den Kontext des Ersten Weltkrieges eingeordnet. Und sonst? Nichts. Es wurde nicht darüber gesprochen, welche Folgen dies auf die Gegenwart haben könnte. Und das hat dieser wichtige Zeitabschnitt mit diesen einschneidenden Worten durch und durch. Viel wichtiger ist es natürlich, alle Parteien der ohnehin nicht mehr existierenden Weimarer Republik zu kennen und deren Wahlprogramme nur deswegen auswendig zu lernen, um dann saubere 15 Punkte bei einer total seelenlosen Klausur zu ergattern. Glückwunsch an die Leute, bei denen dieses “Bulimielernen” funktioniert. Nur – auf die Realität anzuwenden ist das leider nicht. Eine klare Stellung gegen den Rassismus zu nehmen, verlangt so viel mehr.

Weiter ging es mit der Rassentrennung im Zweiten Weltkrieg. Der Rassismus und die Diskriminierung von Menschen war also durchaus Thema. Doch im Unterricht völlig ungenügend. Wurde darüber im Kurs diskutiert? Hat unser Lehrer uns Denkanstöße gegeben? Vielleicht Bezug auf die Gegenwart genommen? Nein. Wie oft stand ich schon kurz davor, ein spitzes Kommentar während des Unterrichts von mir zu geben – weil es mich so wütend macht. Doch, natürlich, hätte das sonst Probleme mit der Note gegeben. Hach, das liebe Schulsystem.

Die Kernaussage; Rassismus ist etwas, worüber geredet werden muss. Es reicht nicht aus, dieses Thema im Unterricht zu behandeln. Es geht um Begegnungen und Gespräche. Es geht um das Interesse, sich weiter zu bilden. Wo fängt der Rassismus heute an? Es geht um Alltagssituationen. Im Fußballstadion gibt es vereinzelt Parolen gegen die dunkelhäutigen Spieler. Im Bus kann man beobachten, dass manche Fahrgäste lieber stehen, als sich neben einen dunkelhäutigen Mann zu setzen. Vorurteile, Vorurteile, Vorurteile!

Mit dem Angriff auf George Floyd in Minneapolis ist der Rassismus nicht “zurück”- es scheint ihn wohl noch immer zu geben. In den Köpfen vieler Menschen sind diese Vorurteile fest verankert. Der hellhäutige Polizist scheint wohl einer jener zu sein, die sich noch immer als superior gegenüber dunkelhäutigen Menschen sehen. Er scheint nicht der einzige zu sein. Nicht nur in den USA kann man Rassismus finden – es gibt ihn überall – und das ist das erschreckendste daran. In einer globalisierten Welt wie dieser werden Menschen nach wie vor aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert, im Falle von George Floyd hat ihn dieser Fakt das Leben gekostet.

Man kann es ohne zu zögern als traurig und schockierend werten, dass man im Jahre 2020 den Menschen noch immer klar machen muss, dass jedes Leben von gleichem Wert ist. Es bringt nicht viel, wenn man dem Thema Rassismus nur im Kontext dieses Vorfalls Aufmerksamkeit schenkt. Was vor rund zwei Wochen in Minneapolis passiert ist, ist ein Weckruf. Die Erinnerung daran, dass der Umgang mit Menschen ein stetiger Prozess ist. Es liegt an uns, unserem Mindset und unseren Taten. Es liegt an uns, als ein Teil des großen Ganzen, jeden Menschen so, wie er ist, Anerkennung zu schenken. Weder du noch ich, keiner von uns beiden konnte diesen Vorfall verhindern, aber es liegt an uns, ob wir so etwas, verbale oder nonverbale Angriffe mit dem Rassismus als Motiv, in Zukunft weiterhin dulden. Diese Welt soll bunt sein. Diese Welt soll voller Respekt und Toleranz sein. Doch solange man nichts dagegen unternimmt, sich nicht mit der Thematik beschäftigt und vor allem vorbildlich handelt, sich für Menschen mit einer anderen Hautfarbe einzusetzen, so bleibt diese Vorstellung wahrscheinlich utopisch. In diesem Sinne, informiert euch über Rassismus, kommt miteinander ins Gespräch und besonders – beschützt einander. Lasst niemals zu, dass ein Mensch aufgrund seiner Hautfarbe ausgeschlossen oder gar körperlich attackiert wird. Achtet auf einander und duldet keine Menschenrechtsverletzungen. Bleibt achtsam und schenkt denjenigen eine Stimme, die nicht gehört werden. Schätze deine Privilegien und höre niemals damit auf, für eine Welt ohne Rassismus zu kämpfen. Denn genau ist es, was wir jetzt alle tun müssen – für eine Welt ohne Diskriminierung und Ausgrenzung einstehen.

“I think there is just one kind of folks. Folks.” -Scout Finch , To Kill a Mockingbird

Summer morning

When the sun just rised and the sky seems to be half kissed by day half kissed by night on that summer morning

about 6 am

you can see her laying in bed

she is half awake half sleeping

wants to stay in that white blanket

in these white sheets

for eternity

you can see the way her porcelain skin suits her slightly brown hair

the vanilla scent which consumes her whole body

smelling like a small daisy

her soft skin

which invites to be touched on that early and warm summer morning

the petite collar bones and shoulders

her chest raises and lowers

and a hardly noticable quite sigh with every breath she takes

her naked back half covered by the white blanket

and these small and decent curves are caressed by it

like a tender landscape with soft and small hills

formed by her daintily body

her soft and long and skinny legs

with a masterpiece between them

her small hands laying next to her head

with those fingers she is able to make magic with sometimes

a miracle or even a supernova

her eyes are still closed

a mixture of green and hazel brown

which seem to burst into flames when she is amazed by something

which can be full of passion and desire when she is longing for being touched

her lips and cheeks are as rosy as the sunset

her whole body is soft and tender and warm

looking so innocent and angelic with this porcelain skin

without any sins

when she opens her eyes and sighs because it is too early to wake up

she turns around

staring at the ceiling

imagining how it would feel like if somebody touches her

and make her get goosebumps

exploring every part of her soft skin

hands wandering and gazing her body

finding their aim

again and again

Es ist ein Abend kurz vor 22 Uhr an einem donnerstag

an dem ich länger aufbleiben kann und länger träumen und länger denken

ich lege den Laptop weg ich muss ihn sowieso wieder an den Strom hängen

vielleicht müsste ich auch mal wieder Kraft tanken denke ich

ich stehe auf und laufe an meinem Schreibtisch vorbei da liegt so wahnsinnig viel drauf

so ein Haufen voll Arbeit und ich kann den Stress förmlich spüren der sofort in mir aufkommt

ich öffne meinen Kleiderschrank und mir kommt ein ganzer Haufen entgegen aber keine Kleidung sondern Erinnerungen die mir ein komisches Gefühl bereiten

mir wird flau im Magen doch ich beginne ein wenig in ihm herumzuwühlen

dies das vielleicht ein wenig ausmisten oder auch nur sortieren oder so ein Kram

mir fällt alles in die Hände von Schuhen bis hin zu meinen Lieblingskleidern doch es ist ja Winter da kann ich sie schlecht tragen wobei ich glaube ich will sie gar nicht mehr tragen

da ist das eine weiße mit Spitzenmuster mein Lieblingsstück und mir wird schlecht wenn ich daran denke wie ich es dieser einen person zeigte und mir Komplimente an den Kopf schmiss die mir so schmeichelten das war der grund wieso ich es so oft getragen habe damals im Sommer und ich fühlte mich wahnsinnig gut darin und erinnerte mich immer und immer wieder an das Kompliment

hey du strahlst ja heute so dir scheint es wohl echt gut zu gehen

fragten sie mich und ich konnte nicht anders als nicken und sah im Spiegel diese unfassbar glücklichen Augen seit ich ihm schrieb habe ich sie dachte ich mir

ich dachte nie daran dass es einen Unterschied zwischen glücklichen und traurigen Augen gibt oder Augenfarben aber doch jetzt wusste ich es wohl und meine strahlten mehr denn je

ich glaube meine braunen Augen fangen gleich feuer dachte ich mir immer aber das war mir so verdammt egal ich hatte bereits eine Supernova in meinem Herzen warum dann nicht auch ein Feuer das wäre doch gar nicht schlecht und irgendwie klang das so schön poetisch

mir fallen andere Kleidungsstücke in die Hände

die abgetragenen Chucks oder die schwarze Jeans oder das andere Kleid mit dem Rückenausschnitt

oder die eine Spitzenunterwäsche

ich kann das alles kaum mehr tragen ich kann es nicht mal ansehen oder anfassen überall scheinen deine Worte zu kleben und ich spüre noch wie ich mit diesem Kleid am Gardasee saß und ich an dich dachte oder wie ich mit diesen abgetragenen Chucks Sommernächte erlebte mit Sternschnuppen und lieben Menschen und ich deine Nachrichten erhielt und ich fast platzte vor Glück hey du bist so oft am lächeln heute das ist echt schön dich so zu sehen

und ich war nur noch glücklicher und diese Kleider sie haben immer nach ein wenig Glück und ich- platze-gleich-vor-Freude gerochen das war ein duft den kriege ich nie mehr los

ich knalle den Kleiderschrank zu und gehe weiter da fällt mir dieses eine Parfum in die Hände und ich kann nicht anders als daran zu riechen und es zu versprühen in meinem Zimmer nein in meinem ganzen Herzen weil es nach dir riecht verdammt es riecht an die Erinnerung es riecht nach Glück verdammt und ich weiß nicht ob ich es wegschmeißen soll oder es behalten am liebsten würde ich darin baden um einmal vielleicht nur einmal noch das Gefühl zu haben dass es noch da ist dieses Glück aber hey bitte sag mir dass du das nicht wollen würdest

weil wir uns sonst noch mehr verlieren würden in all dem Chaos aber das gibt es doch nicht mehr

doch das gibt es dieses Chaos ich brauche nur meinen Kleiderschrank öffnen und etwas anziehen mit dieser Erinnerung in meinem Kopf und muss nur einmal diesen Duft versprühen nur einmal diese verfluchten Lieder spielen lassen und schon bin ich wieder drin in diesem ganzen Chaos das ich hinter mir lassen will

doch wie soll ich wie kann ich wenn es doch der ganze alltag ist der mich an dich erinnert

ich will diese Kleider nicht mehr tragen ich schlage die Schranktüren zu ich möchte diesen Duft nicht mehr riechen und lasse den Flakon zu Scherben zerspringen und jetzt läuft das Parfüm aus und diese Erinnerung verbreitet sich und jetzt bade ich doch darin und alles ist verseucht

eigentlich ist es das nicht sagt da etwas in mir doch ich kann nicht anders als alles wegzukehren und mich nun ins Bett zu legen und schlafen zu gehen ja verdammt das werde ich ich brauch dich nicht

es ist mitten in der nacht kurz nach 2 Uhr morgens

ich hole all die Scherben versuche sie zusammenzusetzen und sitze nun still und heimlich herum

und bade nun doch in dem Meer aus Erinnerungen dessen Wellen mich immer wieder zurück in die Vergangenheit schwemmen

wer zeigt mir in all dem nicht zu ertrinken?

Who you are

I am asking myself how you feel
I am asking myself

which song you played on your piano recently
which novel you read
whether you still want to study at this one university
whether you are still addicted to the adrenaline
rushing through your veins
whether you still like staring at the stars
in the middle of the night
whether you still long for endless freedom
while driving through the woods
whether you still believe in humanity
whether you still think about the moments we had
whether you still think about me

I am asking myself who you are
to which person you have matured in the last few weeks
which experiences and enlightenments you had
how you see this world
how you see yourself
what makes you keep on living
what inspires you
what you think about me
what you think about these things I published
what makes you keep reading all these
because I know you do

most of all
I am asking myself
when you lost your feelings for me

daily life seems so grey and miserable
while I am asking myself
who you are





Verschwundene Geschichten

Als ich heute den Buchhändler besuche 
ich durch die Tür gehe die Klingel als Zeichen ertönt
der Buchhändler mich begrüßt so wie er es immer tut
mir ein Lächeln schenkt und mich fragt wonach ich denn suche
ich ihn verzweifelt anschaue und sage das wüsste ich nicht
das wüsste ich schon lang nicht mehr
er mich fragt wieso ich dann gekommen bin
er runzelt die Stirn und
es wundert mich nicht
dass die Menschen mich nicht verstehen
ich tue es doch auch nicht
Ich bin nur kurz hier und schaue mir ein paar Werke an
vielleicht finde ich ja doch etwas
im Kopf gehe ich alles durch frage mich ob er einem Liebesroman glich
vielleicht ein Thriller ein Krimi ein Klassiker aus alter Zeit
ein Gedichtband ein Sachbuch
vielleicht ein Abenteuerroman
ob er wohl eher ein leeres Buch ohne Schrift war
und Papier ohne Wörter
aber das war er nicht
davon haufenweise
ich hätte es doch nie geschafft darauf zu schreiben
ohne mich selbst zu verlieren
doch das habe ich wohl schon längst und gehe weiter
schleiche durch die Gänge
und weiß schon nicht mehr wo ich eigentlich bin wo ich stehe
Der Händler er bietet mir immer wieder Hilfe an
fragt sich
wonach ich wohl suche
doch ich kann es ihm nicht sagen weil ich es nicht weiß
nicht weiß was ich will
lese jeden Titel doch der Inhalt gefällt mir nicht
stell es wieder zurück und versuch mich zu erinnern
und ich könnt fast heulen
wo finde ich unsere Geschichte?
als ich immer wieder immer schneller durch die Gänge lauf
ich die Titel schon auswendig kann jedes Muster der Einbände
der Buchhändler schon völlig verwirrt was ich wohl suche
ich ihm noch immer nichts sagen kann
auch mir die Worte fehlen
ich keinen Sinn mehr darin sehe verzweifelt zu suchen
ich die Geschichte schon gar nicht mehr verstehe aber sie fühle
fühle mit jeder Faser meines Herzens jeder Zelle meines Körpers
ich Angst davor habe ihn zu vergessen
ich weiter suche und nicht aufgeben will
jetzt frage ich den nervigen Buchhändler
ob er so eine Geschichte schon mal gelesen hat
wenigstens gehört wenn nicht erlebt
beschreibe ihm jedes Detail von der Liebe die keine war
mein Herzklopfen wenn er schrieb meine Tagträumerei
mein Lächeln wenn ich aufwachte
das gute Gefühl von hey da ist jemand das
gute Gefühl von hey du bist es wert
seine Stimme seine wunderbare Stimme die so warm klang wie jeder
Frühlingstag sein Frohsinn
seine Art von Dingen zu schwärmen oder auch einfach nur zu
erzählen selbst das war wunderschön
seine Schüchternheit sein Lachen
ja sogar wenn die Stimmung angespannt war
da war er alles was zählte in diesem Moment als ich im Bus saß
es war Montag mein Tag so beschissen und dann seine Nachricht mein
Tag war gerettet so froh ihn zu haben ich war unverwundbar
der Händler völlig verdutzt
so etwas gäbe es doch gar nicht das kann es nicht geben
und so eine Geschichte hätte er noch nie gelesen
ich könnte weinen und suche weiter
aber in Gottes Namen ich finde nichts
ich bin so verzweifelt und möcht nicht damit aufhören
irgendwann ja irgendwann finde ich es

doch Halt mir fällt gerade erst auf-
Ich war doch gestern schon hier